Das Staplerrufsystem der NFR-Fabrik
effiziente Lösung zur Steuerung der zeit- und bedarfsgerechten Materialversorgung
Das Staplerrufsystem der NFR-Fabrik (SRS) ist eine effiziente und den spezifischen Gegebenheiten der Fabrik angepasste Lösung zur Steuerung der zeit- und bedarfsgerechten Materialversorgung der drei vorhandenen Endmontagelinien.

Staplerrufsystem - Hallenskizze

Voraussetzungen

Die NFR-Fabrik hat 3 Endmontagelinien

Die Montagelinien sind jeweils rund 60m lang und nur an den Endpunkten ist es möglich von einer Linie zur anderen zu wechseln.

An jeder Montagelinie sind ca. 80 Stationen, die zu 25 Bereichen zusammengefasst wurden. Jeder Bereich ist zugleich Anforderer im Staplerrufsystem.

Zwischen den Montagelinien sind die Montagepuffer (Linienregale) angeordnet.

6 Stapler, die Stapler-Pools zugeordnet sind, übernehmen die Transporte der angeforderten Materialien vom Montagepuffer (Linienregale) zur Verbrauchsstation.

In der Grafik ist zu erkennen, dass
  • zwischen den Montagelinien keine Verbindungen bestehen, so dass die Stapler nur jeweils am Ende der Montagelinie die Fahrwege wechseln können.
  • der Liniendisponent der jeweiligen Linie wegen der Länge der Linienpuffer zuverlässig darüber informiert werden muss, welches Material an welchem Lagerort abgerufen wird, um die stetige Versorgung zu gewährleisten.


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Das Staplerrufsystem

Die Zuteilung der Transportaufträge

(TA) erfolgt wegen der besonderen Bedingungen der NFR-Fabrik nicht aufgrund von starren algorithmischen Regelungen, v. a. anhand von Weg-Zeit-Koordinaten, sondern folgt einer flexiblen Linie, die dem einzelnen Mitarbeiter und seiner Erfahrung eine entscheidende Rolle zuweist.
Ein wesentlicher Bestandteil der Steuerung erfolgt über die Priorisierung der Transportaufträge. Dadurch wird nicht nur dringend benötigtes Material schneller an den Anforderer geliefert, sondern auch zum Beispiel die Zuordnung eines Staplers zu einer Seite einer EML bestimmt.
Im Beispiel Staplerrufsystem - Beispiel 1
dieser Auftrag betrifft Montagelinie 083. Der Anforderer 12 liegt auf der Seite, die diesem Stapler zugeordnet sind. (Priorität <1>), der Bereich 9 ist nicht die diesem Stapler zugeordnete Seite. Staplerrufsystem - Beispiel 2

Auf dem Terminal seines Kollegen, der für die andere Seite der Linie 083 zuständig ist, sind die gleichen Aufträge zu sehen, nur dass hier die Prioritäten vertauscht sind: Bereich 8, Priorität 1; die Bereiche 11 und 19 Priorität 0.

Der einzelne Mitarbeiter entscheidet, welchen der anstehenden Aufträge er annimmt. Dadurch werden

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Bedienungsergonomie des Staplerterminals

Staplerterminal
Bei der Programmierung der Software zu den Terminals wurde großer Wert auf möglichst einfache Bedienung gelegt. Benutzt werden im Normalbetrieb nur die Cursortasten (Pfeiltasten) und die SEND-Taste. Die einfache Bedienung reduziert mögliche Bedienungsfehler auf ein Minimum. Die Bedienung ist nicht an die Beherrschung einer bestimmten Sprache gebunden.

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Der Ablauf:

Staplerrufsystem - Ablaufschema

Die Materialanforderungen der Stationen an den Montagelinien werden per Datenfunk an die Stapler-Leit-Zentrale übergeben. Von dieser SLZ werden die Anforderungen ebenfalls über Funk quittiert.


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Information der Liniendisponenten

Die Liniendisponenten werden über die Materialanforderungen bezüglich der anfordernden Station, der Uhrzeit der Anforderungund der seither vergangenen Zeit informiert.
Für jede Anforderung wird auf dem Monitor des Liniendisponenten eine Zeile angezeigt. Der Inhalt der Anzeigezeile ändert sich in Abhängigkeit der Bedingungen.
Farbe Platz Zustand 1 Uhrzeit 1
  12 A 12:33.44

Das Feld "Farbe" gibt den jeweiligen Zustand der von der Linienstation abgehenden Anforderung an. Die Farbe wechselt - abhängig vom Zeitraum seit der Anforderung und vom Bearbeitungsstatus - von grün über gelb und violett nach rot.
Die "Platz"-Anzeige entspricht der jeweiligen Arbeitsplatz-Nummer an der Linie
In der Spalte "Zustand 1" wird der Zustand der Meldungsverarbeitung angezeigt
Die "Uhrzeit 1" zeigt den Auslösezeitpunkt der Meldung an der Linie an

Die Stapler-Leit-Zentrale übergibt die Materialanforderungen an das Stapler-Rufsystem (SRS), das die Materialanforderungen in Transportaufträge umsetzt und diese über Datenfunk an die Terminals der zuständigen Stapler übergibt.


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Einstellung der Parameter

Die Parameter für die Priorisierung der Aufträge und der Poolzugehörigkeit der Stapler werden durch MFB gepflegt. Dazu ist das Tool SRS Admin vorhanden:
SRS Admin - Screenshots

Anforderer, Gruppen, Stapler und die Zuordnungen zwischen Anforderern und Gruppen sowie von Staplern zu Gruppen werden hier eingetragen. Durch einfache Änderungen an diesen Parametern Priorisierung, Gruppenzuordnung etc.) kann sehr flexibel auf geänderte Bedingungen reagiert werden.


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Auftragsauswahl

Sämtliche Aufträge für einen Stapler-Pool werden den Staplern dieses Pools angeboten, so dass jeder Staplerfahrer entscheidet, welchen der angebotenen Aufträge er durchführt. Diesen Auftrag nimmt er an.

Die Auswahl des Auftrags erfolgt mit dieser Bildschirmmaske:
Auftragsauswahl - Bildschirmmaske

Darin sind an erster und zweiter Stelle zu jedem Auftrag die Linie und der Anforderer (Bereich ..) angegeben. Die Priorität eines Auftrags wird auf der Bildschirmmaske des Staplerterminals angezeigt (3. Spalte)

Im Beispiel ist die Linie 083, der Bereich 3 als Anforderer mit der Priorität 1 ausgewählt. der Staplerfahrer kann aber auch einen der anderen Aufträge mit der Priorität 1 auswählen, wenn dies für den Ablauf günstiger ist. Die Aufträge mit der Priorität 0 liegen im Zuordnungsbereich der anderen Seite der Linie 083


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Verwandte Produkte:

Stapler-Leit-System (SLS) - automatisches Rufsystem zur Optimierung des Materialtransportes


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